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Entwicklung des Internets – wie alles begann und was uns zukĂŒnftig erwartet

zwei_Monitore_mit_Internet Abbildung: Tran Mau Tri Tam _Photo_Internet

Chris Skinner, bekannter Blogger und unabhĂ€ngiger  Kommentator  fĂŒr FinanzmĂ€rkte und Technologie stellte kĂŒrzlich fest, dass die Zukunft von Daten in deren Verwertbarkeit liegt. Nicht gerade eine ĂŒberraschende Neuigkeit. Viel interessanter ist aber die Annahme oder besser Tatsache, dass wir noch nicht am Ende der Entwicklungsstufen angelangt sind. Daher werfen wir heute einen kurzen Blick auf die Vergangenheit und Zukunft des Internets. Das Internet („inter“ – lateinisch= zwischen, „net“ – lateinisch= networking/ vernetzen) beschreibt die Vernetzung und den Datenaustausch zwischen Computern, basierend auf dem Netzwerkprotokoll TCP/IP. Gern wird es auch synonym mit dem WorldWideWeb gleichgesetzt, dieses beschreibt jedoch  lediglich eine passive Informationsbeschaffung. Das internet kann weit mehr und bietet, differenziert betrachtet, verschiedene Funktionen an wie bspw. den Empfang und Versand elektronischer Post (E-Mail), die Übermittlung sehr großer Datenmengen oder die Fernsteuerung von Rechnern.

Die Geschichte des Internets – Kurz und Knapp

Bereits Ende der 1960er waren die ersten Urformen des Internets als „ARPANET“  („Arpa“ = Advanced Research Project Agency)  zurĂŒck zu verfolgen. Damals war es noch der Wunsch des amerikanischen Verteidigungsministeriums ein Kommunikationssystem zu schaffen, welches es ermöglicht auch im Kriegs- und Atomfall ĂŒber Computertechnologie störunanfĂ€llig zu kommunizieren. Im September 1969 ging der erste Netzbetrieb zwischen, sage und schreibe, vier UniversitĂ€tsstandorten (UniversitĂ€t von Utah, UniversitĂ€t von California in Santa Babara und Los Angeles, Stanford Research Institute) „online“, dem kurze Zeit spĂ€ter noch weitere UniversitĂ€ten folgten. Bereits zwei Jahre spĂ€ter waren mehr als 30 Standorte (!)  miteinander verbunden. Es folgte die Entwicklung des noch heute gĂŒltigen Kommunikationsprotokolls „Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP)“. Knapp 10 Jahre spĂ€ter, 1983, war das Netzwerk bereits so groß, dass es in einen militĂ€rischen Teil (MILNET) und einen forschungsorientierten Teil (APARNET) aufgeteilt wurde. Nach verschiedenen Zwischenstufen ist aus dem damaligen APARNET schließlich das uns heute gelĂ€ufige Internet geworden. Wie man sieht, hat das eigentlich erst seit knapp 50 Jahren existente und heute fast jedem zugĂ€ngliche Internet eine sehr zĂŒgige Entwicklung durchlebt.

Die 10 Phasen des Internets

Diese „Phasen“ haben sich ĂŒber mehrere „Generationen“ entwickelt und nach Skinner einen Wandel, vom quantitativen Aspekt der Informationssuche und -prĂ€sentation zum qualitativen Medium mit einer hohen Bedeutung von Emotionen und Beziehungen vollzogen. “The first three generations were all about nuts and bolts, and focused upon quantitative aspects of information, access and trade; the second two generations were then all qualitative, about feelings, emotions and relationships.” (Chris Skinner) Mann-vor-Laptop-mit-Internet Abbildung: Hannah Wei _Photo_Internet Die von Chris Skinner  angenommenen 10 Phasen des Internets und deren Einordnung in die unterschiedlichen Entwicklungsstufen werden wie folgt beschrieben:

Vergangenheit des Internets

  • 1. Das Internet des Zugriffs (TCP/ IP, www, netscape) Darunter fallen die Entwicklung der zu Beginn beschriebenen Zugriffsprotokolle TCP/IP sowie die Nutzung durch private Browser, z.B. mittels Netscape, der Mutter aller Internet-Browser.
  • 2. Das Internet der Informationen (Yahoo, AOL) AOL begann 1985 mit der Vermarktung des Internets und stellte Informationen bereit, Yahoo folgte 1995 und Wikipedia 2001.
  • 3. Das Internet des Handels (Amazon, ebay, Taobao) Der Einkauf und Handel im Internet wird 1994 durch Amazon und 1995 durch eBay möglich und bekannt.
  • 4. Das Internet der Inhalte (blogging etc.) Ab 2003 wurde ĂŒber Plattformen (bspw. WordPress) eine gĂ€ngige Alternative zu herkömmlichen Medienformaten geboten und ermöglichte sogenannten Bloggern (Verfasser von BeitrĂ€gen) ein breites Feld um Informationen zu veröffentlichen.

Das Internet der Beziehungen (Social Media) Heute sind es Facebook (2004), Twitter (2006) oder Instagram (2010) die Internetnutzer dazu animieren, am Leben anderer öffentlich zu partizipieren, mit anderen weltweit  zu kommunizieren, sich zu informieren und „individuelle“ Informationen aus dem Netz zu erhalten.

Die Gegenwart des Internets

  • 5. Das mobile Internet Laut Independent** gab es bereits 2014 mit 7,2 Billionen Handys, mehr mobile EndgerĂ€te als Menschen auf der Welt! Heute, 2 Jahre spĂ€ter dĂŒrften noch ein paar hinzugekommen sein. Mit der Entwicklung des Smartphones (2007) begann durch den mobilen Zugriff auf das Internet eine neue Ära. Die noch nicht einmal 10 Jahre alte Technologie bewirkte nach ihrer EinfĂŒhrung eine Verschiebung des Nutzerverhaltens von stationĂ€rer zur mobilen Nutzung.

  • 6. Das Internet der Monetarisierung NatĂŒrlich wurde schnell erkannt, dass ĂŒber das Internet vielfĂ€ltige Informationen erfasst werden können (z.B. Social Media, Nutzungsverhalten im Netz etc.), die vor allem fĂŒr Industrie und Handel einen wichtigen und gewinnbringenden Faktor darstellen. Clever genutzt lassen sich diese Informationen wirtschaftlich und gewinnbringend einsetzen. Google macht das nun schon seit 1998 erfolgreich vor.

    Die Zukunft des Internets

  • 7. Das Internet der Dinge (IoT) So ganz Zukunftsmusik ist das Internet der Dinge schon heute nicht mehr, schließlich existieren bereits die ersten intelligenten GerĂ€te wie bspw. Fitnessuhr oder DHL Paket-Tracking. Dennoch, die intelligente Vernetzung von GegenstĂ€nden untereinander wird auch zukĂŒnftig noch weitere Bereiche unseres Lebens „beeinflussen“ und erleichtern. Ob Wearables oder Smart Home, den zukĂŒnftigen Generationen eröffnen sich vielfĂ€ltige Möglichkeiten.

  • 8. Das Internet der Maschinen (M2M) Die Sprachkommunikation zwischen Maschine und Mensch wird zunehmend intelligenter und langfristig auch zwischen Maschine-zu-Maschine möglich werden.

  • 9. Roboter, Expertensysteme oder Trackings werden zunehmend menschliche Aufgaben ĂŒbernehmen und so selbstverstĂ€ndlich sein, wie die aktuelle Handynutzung.

  • 10. Das Internet der Sensorik Ein heute noch undenkbarerer aber weiterer Schritt wird es sein, dass das Internet auch GerĂŒche, Geschmack und BerĂŒhrungen kennen und wiedergeben wird.

Fazit & Ausblick

Kehren wir an dieser Stelle zurĂŒck ins Jahr 1969 als „ARPANET“ seine ersten Schritte unternahm und schauen anschließend auf den heutigen Entwicklungsstand des Internets. Was vor einigen Jahren zunĂ€chst nur wenigen zugĂ€nglich war, begleitet uns heute nicht nur im Haushault sondern auch unterwegs. Es ermöglicht ein mobiles vernetzt sein, unabhĂ€ngig von Ort und Zeit.  Auch die heute weitverbreiteten Cloud-Dienste waren vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen. Die Digitalisierung, wird in noch weitere Bereiche unseres Alltages vordringen und es wird dadurch zunehmend schwieriger werden, sich diesem Prozess dauerhaft zu entziehen. Den Nutzen  und die Vorteile, die das Internet bisher in fast jeden privaten Haushalt gebracht hat, werden uns bald auch losgelöst von technischen GerĂ€ten begleiten. Dieser Schritt dĂŒrfte mit Blick auf die 10 beschrieben Phasen des Internets gar nicht mehr all zu groß sein.   Quelle:

  • http://thefinanser.com/2015/02/data-is-the-banks-battleground-are-you-fit-to-fight.html/
  • http://dvdh.de/internet/entwicklung-des-internet.html